Bildrechte: Offener Kanal Magdeburg

Wenn die Eltern wenig Einkommen zur Verfügung haben, sinken oftmals auch die Chancen der Kinder, einen hohen Schulabschluss zu erreichen. Diese Kinder wollte das Projekt „Lesekino“ in Magdeburg erreichen, federführend organisiert vom Offenen Kanal.

Zwei Grundschulen und ein Hort wurden ausgesucht, an denen besonders viele Kinder betreut werden, deren Familien nur wenig Geld zur Verfügung haben. Manche Einrichtung wurde dabei auch von besonders vielen Kindern mit Migrationshintergrund besucht. So nahmen am Projekt schließlich auch Kinder aus Tschechien, Russland, Usbekistan, Vietnam, der Türkei, Syrien und Kamerun teil.

Zunächst lud die Stadtbibliothek Magdeburg die Kinder zu einem Schnuppertag ein. Bei einem Spiel erkundeten sie die Bücher und suchten sich schließlich eine Geschichte aus. Den übrigen Kindern sollten sie nun erklären, warum sie diese Geschichte verfilmen wollen. Außerdem konnten sie die Handlung verändern und anpassen.

Bei eine anschließenden Projektwoche erarbeiteten die Kinder ihren Film. Eine Medien- und eine Theaterpädagogin betreuten sie dabei. Zunächst schrieben die Teilnehmer Texte, übten Rollen und stellten einen Drehplan auf, dann nahmen sie ihre Geschichten auf. Als Kameras nutzten sie dabei leicht zu bedienende Tabletcomputer.

Während der Woche probierten sie vom Darsteller über Kameramann bis zur Regie alle Funktionen aus. Aus zeitlichen Gründen übernahm die Medienpädagogin schließlich den Schnitt. Auf diese Weise entstanden insgesamt sechs Kurzfilme, die öffentlich präsentiert und im Offenen Kanal ausgestrahlt wurden.